Anreise – So weit ist es gar nicht

Zwar liegt das Périgord ausgeprochen ländlich, was aber nicht heißt, dass es nicht gut zu erreichen wäre. Mit dem Auto sind es aus Richtung Paris über die A20 ("L’Occitane") ungefähr 550 km bis Périgeux, ab dort geht es weiter über Landstraßen. Aus Osten fährt man über die A89 ("La Transeuropéenne"), die quer durch das Périgord führt, ab Lyon noch rund 400 km.

Per Bahn kann man mit dem TGV bis Bordeaux, Angoulême oder Libourne fahren und kommt von dort mit Nahverkehrszügen (TER) weiter, z. B. nach Sarlat oder Bergerac. Und Flughäfen gibt es in Bordeaux, Bergerac, Périguex und Brive-la-Gaillarde. Von Deutschland aus gibt es allerdings keine Direktflüge, die Linien fliegen ab Paris (z. B. TwinJet) oder von Stansted, Charleroi und Amsterdam. Während der Hauptsaison werden teilweise zusätzliche Flüge angeboten, z. B. von Ryanair.

Der Weg ist das Ziel

Je nachdem von wo man anreist, dürfte die Entfernung für eine Strecke über 1.000 km betragen. Man kann das in einem Stück schaffen, auch wenn es anstrengend ist. Wenn man genug Zeit hat, bietet sich unterwegs jedoch eine Übernachtung an, um entspannt ans Ziel zu kommen und die schöne Gegend zu genießen. Ideal für einen Zwischenstopp ist beispielweise das Burgund, dort etwa das hübsche Städtchen Beaune. Neben einem Stadtbummel durch die Weinmetropole kann man hier bei einem feinen Burgunder berühmte regionale Spezialitäten genießen wie Boeuf Bourgignon oder Jambon Persillé.

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Das Örtchen Sainte-Marie-La-Blanche bietet sich an für eine Übernachtung

Ab Beaune geht es dann über die A6 ein Stückchen südlich bis Châlon-sur-Saône und von dort weiter über die Landstraßen E607, N79 und E62 bis Montmarault. Die Strecke ist mautfrei, größtenteils gut ausgebaut und lässt sich angenehm fahren. Interessant sind die kleinen, hölzernen Bio-Toilettenhäuschen, die es an manchen Parkplätzen gibt. Völlig chemiefrei, sind sie sehr sauber und von unangenehmen Gerüchen ist keine Spur, im Gegenteil, ein angenehmer Duft nach Nadelholz umgibt einen. Nach dieser Etappe über Land geht es dann auf die A71 Richtung Clermond-Ferrand, dann bei Combronde auf die A89 nach Brive-la-Gaillarde. An der ersten Raststätte, der Aire de Manzat, empfiehlt sich ein kleiner Halt: man hat hier einen herrlichen Blick auf die Vulkankegel der Auvergne.

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Aire de Manzat: Blick auf die Chaîne des Puys, die Vulkankegel der Auvergne

An der letzten Mautstation, kurz vor Tulle, ist es mir dann passiert: das Ticket war im Automaten nicht lesbar, die Schranke öffnete sich nicht. In solchen Fällen kann man beherzt auf den Knopf einer Gegensprechanlage drücken, allerdings verstand ich das rasend schnelle Französisch nicht, irgendwelche Zahlen sollte ich ablesen, aber welche? Um bei den Autofahrern hinter mir kein Ungemach aufkommen zu lassen, setzte ich zurück und harrte etwas abseits weiterer Dinge. Ein sehr nette Mitarbeiterin schaute kurze Zeit später vorbei, lachte herzhaft und öffnete mir die Schranke - bon voyage!

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